Hühner auf der Autobahn: Tiertransporter-Unfall bei Gießen

Am Mittwoch, 18. Februar 2026, ist auf der Autobahn 480 zwischen dem Gießener Nordkreuz und Reiskirchen ein Tiertransporter verunglückt. Gegen 8:15 Uhr fuhr der Fahrer aus bislang ungeklärter Ursache auf einen vorausfahrenden Lkw auf. Er wurde leicht verletzt, doch für die Tiere begann damit ein gefährlicher Morgen.

Hunderte Hühner auf freier Strecke

An Bord des Transporters waren rund 2.000 Hühner. Durch den Aufprall stürzten etwa 200 Käfige auf die Fahrbahn, und rund 50 Hühner liefen frei auf der Autobahn umher. Die Tiere waren plötzlich dem Straßenverkehr ausgesetzt, panisch und verwirrt. Ein amtlicher Tierarzt fing die freilaufenden Hühner ein. Etwa 60 Tiere waren so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle getötet werden mussten. Die übrigen Hühner wurden unter tierärztlicher Aufsicht auf einen Ersatztransporter verladen und konnten weitergebracht werden.

Unfall zeigt Verletzlichkeit von Transporttieren

Die A480 war in Fahrtrichtung Reiskirchen rund sechs Stunden voll gesperrt. Der Sachschaden wird auf etwa 150.000 Euro geschätzt, der beschädigte Transporter wurde abgeschleppt. Der Unfall verdeutlicht, wie verletzlich Tiere während des Transports sind. Schon kleine Unfälle können für Hühner dramatische Folgen haben: Panik, Stress und schwere Verletzungen.

Für Hühnerhalterinnen und Hühnerhalter erinnert dieser Vorfall daran, wie wichtig eine sichere Ladung, vorsichtige Fahrweise und schnelle tierärztliche Hilfe im Notfall sind. Jede Stunde auf der Straße kann für die Tiere ein Risiko sein – und jeder Unfall zeigt, dass der Schutz der Tiere auch außerhalb des Stalls beginnt.

Hauke

Hühner im Garten seit Sommer 2023. Infos, Tipps und Co.

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